Renner-Preis 1998 ging an ORF-Redakteur Opletal |
| Wien,
27.10.1998 (APA). Der ORF-Hörfunkjournalist Helmut Opletal (46) wurde Montag abend in St.
Pölten mit dem diesjährigen "Dr. Karl Renner-Publizistikpreis" ausgezeichnet.
Der Preis wird alle zwei Jahre vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) verliehen
und ist mit 100.000 Schilling dotiert. "Opletal ist einer jener Journalisten, die
eine große Langzeitleistung erbracht haben", sagte der scheidende
ORF-Informationsintendant Rudolf Nagiller, der an seinem "letzten Vertragstag"
die Laudatio hielt. Folgt man dem Urteil der Jury, dann sei besonders das journalistische Engagement Opletals in der Asien-Berichterstattung bewertet worden. Er sei einer der "besten China-Kenner", was nicht nur dem ORF, sondern auch den Hörern und Sehern zugute komme, so Nagiller. "Opletal ist kein Selbstdarsteller, und es ist schön, daß die Jury sein Licht unter dem Scheffel hervorgeholt hat", sagte der bisherige Informationsintendant, der künftig als freier Journalist und Medienberater für den ORF tätig sein wird und sich "in enger Abstimmung mit Elmar Oberhauser" um den Bereich "strategische Sportrechte" kümmern wird. "Opletal ist ein Journalist, der unter schwierigsten Bedingungen sauber und fair arbeitet", begründete ÖJC-Präsident Fred Turnheim die Entscheidung der Jury. Als Beispiel seiner publizistischen Asientätigkeit hatte Opletal die Radioreportage "Verhungern im Paradies - eine Reise durch Nordkorea" eingereicht, die in der Ö1-Reihe "Journal-Panorama" am 2. Juni dieses Jahres ausgestrahlt und erst vergangenen Woche wiederholt worden war. Preisträger Opletal wurde am 25. März 1952 in Linz geboren. Er studierte Publizistik, Politikwissenschaft und chinesische Sprache an der Universität Wien. Nach Auslandsstudien - beispielsweise in Peking - begann Opletal 1976 als redaktioneller Mitarbeiter im ORF, u.a. in der "Zeit im Bild". Von 1980 bis 1985 war er als Korrespondent in China tätig, für den ORF, die "Frankfurter Rundschau" und die "Oberösterreichischen Nachrichten". Danach arbeitete er wieder bis 1990 in der außenpolitischen Redaktion des ORF, um anschließend neuerlich einem Ruf ins Ausland zu folgen, diesmal nach Afrika. Seit 1994 ist Opletal im ORF-Hörfunk/Information (Außenpolitik, "Journal-Panorama", Europa-Redaktion) tätig. Neben seiner Arbeit im ORF schrieb der China-Kenner Bücher, Beiträge für Zeitschriften sowie wissenschaftliche Publikationen und war an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie tätig. |