Christoph Franceschini und Helmut Lechthaler ausgezeichnet
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Ehrende Anerkennung ging an Elke Fertschey von der Kleinen Zeitung/Klagenfurt
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Im Bild v.l.n.r. 1 . Reihe: Elke Maria Fertschey; Helmuth Lechthaler; Christoph Franceschini; Landeshauptfrau Mag.
Gabi Burgstaller.
2. Reihe: Fritz Egartner, Bürgermeister von Sexten/Südtirol;
Fred Turnheim, ÖJC-Präsident; Dr. Sabina Kasslatter-Mur, Landesrätin Südtiroler Landesregierung.
Am Rednerpult: Brigitta Kirch, ÖJC-Vizepräsidentin.
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Am Vorabend des 21. Todestages des
berühmten Journalisten Prof. Claus Gatterer wurde in der Salzburger
Friedenskirche vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) der heurige
Prof. Claus Gatterer - Preis an die Südtiroler Dokumentarfilmer Christoph
Franceschini und Helmut Lechthaler übergeben. Der Preis ist mit 5.000 Euro
dotiert und wird jährlich abwechselnd in Österreich und in Südtirol vom ÖJC
vergeben. Das ausgezeichnete Werk ist eine sechsteilige
Dokumentarfernsehreihe über die Hintergründe der Südtiroler Bombenjahre.
Diese Filme wurden im heurigen Frühjahr von der RAI-Bozen ausgestrahlt und
waren in Südtirol ein echter "Straßenfeger". Die Reihe beschäftigt sich mit
den Südtiroler Bombenlegern die Ende der 50er Jahre und Anfang der 60er
Jahre die Südtirolproblematik an die Weltöffentlichkeit bringen wollten. Das
Thema "Bombenjahre" wurde in der Folge in Südtirol weitgehend verdrängt;
weder Politiker noch Attentäter wollten sich öffentlich äußern. Dies taten
sie dann erstmals in der Fernsehreihe.
Salzburgs Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller bezeichnete die
"Fernsehproduktion als eine journalistische Arbeit, die ein politisch extrem
heikles Thema sensibel, präzise und einfühlsam öffentlich gemacht habe. Die
Serie ist ein Beispiel dafür wie guter Journalismus aufklären kann, Menschen
hinter den Schlagzeilen sichtbar mache und auch Konfliktthemen für eine
breite Öffentlichkeit nachvollziehbar mache".
Die Südtiroler Kulturlandesrätin Dr. Sabina Kasslatter-Mur freute sich
besonders darüber, "dass zwei Südtiroler Journalisten den renommierten Prof.
Claus Gatter Preis bekommen haben". Noch dazu für ein Werk, dass sich mit
der jüngsten Zeitgeschichte Südtirols so intensiv auseinandersetzt.
Juryvorsitzender und ÖJC-Präsident Fred Turnheim würdigte die Preisträger
als Menschen, die ihre "persönlichen Eitelkeiten zurückstellen um mit
eigenem Engagement Mut und Courage Schwächen der Gesellschaft aufzuzeigen
und sich mit Betroffenen und Minderheiten zu solidarisieren. Damit bekommen
jene eine Stimme, die man sonst nicht wahrnimmt".
Für ihre hervorragenden Sozialreportagen, die in der Kleinen Zeitung
Klagenfurt erschienen sind, bekommt Elke Fertschey die Ehrende Anerkennung
des heurigen Prof. Claus Gatterer -Preises zuerkannt. Sie hat eine
einzigartige Qualität in Österreich erreicht. Sie ist der Egon Erwin Kisch
unserer Tage. Ihre Reportagen entführen den Leser sofort in die oft
tragischen Situationen der Menschen, über die sie berichtet.
ÖJC-Vizepräsidentin Brigitta Berndlbauer Kirch wies in ihrer Begrüßungsrede
auf das starke Wachstum des ÖJC hin: "Der ÖJC hat mehr als 3.600 Mitglieder.
Vor einem Jahr waren es noch 3.000. 89 Prozent der ÖJC Mitglieder sind
Journalisten, der Rest arbeitet in PR, Werbung und in der
Kommunikationswissenschaft. Das Gros der Journalisten, nämlich 46 Prozent
kommt aus dem Bereich Radio und Fernsehen. 17 Prozent sind
Tageszeitungsjournalisten, 24 Prozent arbeiten bei Zeitschriften und 13
Prozent kommen aus dem stark wachsenden Online-Bereich."
Der Prof. Claus Gatterer - Preis 2006 wird im kommenden Jahr am 31. Jänner
2006 ausgeschrieben. Der Preis wird in Südtirol überreicht werden.
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