Schreiben, bis die Finger krachen . . .
Fingergelenksrheuma eine Bedrohung für Journalisten

Wenn Journalisten Rheuma bekommen, dann sind sie
arbeitsunfähig. Das ist das Ergebnis eines mehrtägigen ÖJC-Seminars das Anfang Juni
2001 in Blumau/Steiermark stattgefunden hat. Veranstalter waren der Österreichische
Journalisten Club (ÖJC), Pharmacia Austria und Pfizer Med-Inform. Univ.-Prof. Dr.
Hans-Peter Brezinschek von der Medizinischen Universitätsklinik Graz meint: "Nach
Knie und Hüfte sind die Fingergelenke die dritthäufigsten von Rheuma betroffenen
Gelenke. Pro 100.000 Einwohner leiden in Österreich 60 bis 80 Menschen an einer Form des
Fingergelenksrheumatismus. Besonders drastisch wirkt sich diese Erkrankung natürlich auf
die schreibende Zunft aus."
In Vorträgen und einem
Intensivworkshop mit Vertretern der Österreichischen Rheumaliga lernten die 25
Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ORF, Tages-, Wochenpresse und Fachzeitschriften über
die Risiken der Rheumabehandlung mit traditionellen Antirheumatika (NSAR) sowie über
Wirkungsweise und Sicherheit der neuen Medikamentengruppe COX-2-Hemmer. Diese wirken
gezielt auf rheumatische Entzündung und Schmerz, ohne wie traditionelle NSAR auch den
Magen-Darm-Trakt und die Nieren anzugreifen. "Zu den Nebenwirkungen der klassischen
NSAR zählten Blutungen und Verletzungen im oberen Gastrointestinaltrakt und Schädigungen
der Niere ein Beispiel dafür ist ein Geschwür, das sich nach langer Einnahme von
Schmerzmitteln bildet", erläutert Univ.-Prof. Dr. Eckhard Beubler vom Institut für
Experimentelle und Klinische Pharmakologie der Universität Graz. "Die neuen
selektiven COX-2-Hemmer weisen deutliche Vorteile gegenüber konventionellen NSAR auf: es
kommt weniger häufig zu Komplikationen im Verdauungstrakt. Damit haben wir erstmals die
Möglichkeit, das böse COX-2 in seiner Aktivität zu hemmen und so Schmerzen
und Entzündungen zu lindern, ohne gleichzeitig das gute COX-1 in seiner
magen- und nierenschützenden Funktion zu beeinträchtigen."
Dies bestätigt auch der
renommierte Gastroenterologe Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs, Vorstand der Medizinischen
Universitätsklinik Graz: "In Anbetracht des Schweregrads der Nebenwirkungen muss auf
den Schutz des Magens bzw. auf die Vorbeugung von Blutungen, Verletzungen und Geschwüren
größter Wert gelegt werden. Daher sind diese neuen COX-2-Hemmer eine echte Revolution in
der Rheumabehandlung."
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