Gesundheit

Journalisten leiden häufig unter Kopfschmerzen und Kreuzweh

„Das hätte ich nicht für möglich gehalten", so fasst der Facharzt für Orthopädie, Dr. Paul Köstler, das Ergebnis einer Reihenuntersuchung von Journalisten von Rundfunk, Fernsehen und Printmedien zusammen, die am Mittwoch, 19. November 2003 im Auftrag des ÖJC durchgeführt wurde. Gemessen wurden Maximalkraft, Beweglichkeit und Balance der gesamten Rumpfmuskulatur.

Fast die Hälfte der untersuchten Probanden gaben bei der orthopädischen Untersuchung an regelmäßig unter Kopfschmerzen zu leiden.

Journalisten sind aber auch besonders unbeweglich. Die untersuchten männlichen Medienschaffenden können ihre Wirbelsäule um ein Drittel schlechter bewegen als der Durchschnitt der gesunden Bevölkerung. Auch die Journalistinnen sind nur unwesentlich beweglicher als die Männer. Aber auch bei den Kraftmessungen zeigte sich ein erschreckendes Bild. Die Journalisten haben um ein Viertel weniger Kraft als der gesunde Teil der Bevölkerung unseres Landes. Bei den Frauen sieht es auch nicht viel besser aus.

Die Ursachen sind klar: Journalisten haben einen Sitz- und Stressberuf, der eine wesentliche Belastung für den Stützapparat darstellt. Ein messbares Symptom dafür ist eine erhöhte Verspannungshäufigkeit der Muskeln. Dr. Paul Köstler: „Die Journalistinnen und Journalisten sollten sich mehr Zeit zum Training der Wirbelsäulenmuskulatur gönnen." Für ÖJC-Präsident Fred Turnheim ist das „erschreckende Ergebnis ein Beweiß, dass die seit Jahren durchführten Reihenuntersuchungen an Journalistinnen und Journalisten unbedingt notwendig sind". Die Ergebnisse finden Sie hier. Weitere Reihenuntersuchungen an Journalisten werden in den nächsten Wochen in Linz, Graz und Klagenfurt durchgeführt.

In den vergangenen Jahren wurden im Auftrag des Journalisten Clubs Reihenuntersuchungen zu den Bereichen Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck bei Journalisten durchgeführt.

>> Die Ergebnisse